WHG-Fugen: Sichere Abdichtung für Industrie, Chemie & Spezialbereiche: Beispielprojekt Magdeburg
In Industrieanlagen, Chemieparks, Abfüllbereichen, Kläranlagen oder anderen technischen Sonderflächen hat der Schutz von Boden und Grundwasser höchste Priorität. Überall dort, wo wassergefährdende Medien gelagert oder verarbeitet werden, sind zuverlässige Abdichtungssysteme zwingend erforderlich. WHG-Fugen (Abdichtungen nach dem Wasserhaushaltsgesetz) spielen hierbei eine entscheidende Rolle – besonders dann, wenn die Flächen außergewöhnlichen chemischen, thermischen oder mechanischen Belastungen ausgesetzt sind.
Ein aktuelles Beispiel dafür ist unsere Baustelle in Magdeburg, auf der wir eine WHG-konforme Fugenabdichtung mit SABA Sealer MB auf einer TASIKO-Verbundpflasterfläche erfolgreich ausgeführt haben.
Dieses Projekt zeigt wie WHG-konforme Fugen zuverlässig ausgeführt werden und dass wir als zertifizierter WHG-Fachbetrieb jeder technischen Herausforderung gewachsen sind.
Was sind TASIKO-Betonsysteme? – Eigenschaften & Einsatz
TASIKO-Betonsysteme gehören mit zu den hochwertigsten technischen Bodenaufbauten, die heute in Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen eingesetzt werden. Es handelt sich um ein dichtes, chemikalienbeständiges Verbundsystem, das sowohl großen Lasten als auch aggressiven Medien dauerhaft standhält.
TASIKO-Betonsysteme kommen überall dort zum Einsatz, wo Dichtigkeit, hohe chemische Beständigkeit und maximale Betriebssicherheit erforderlich sind – zum Beispiel in Chemie- und Petrochemieanlagen, Tanklagern, Abfüllbereichen, Kläranlagen, Transformatorplätzen auf Umspannwerken oder industriellen Produktionsbereichen. Dank ihrer hohen Druckfestigkeit, geringen Wasseraufnahme und ausgeprägten Abriebfestigkeit eignen sie sich besonders für Flächen, die regelmäßig von Staplern, LKW oder schweren Maschinen befahren werden. Durch ihre geschlossene Struktur erfüllen TASIKO-Systeme sämtliche Anforderungen nach WHG und AwSV.
Warum WHG-Fugen bei TASIKO-Betonsystemen unverzichtbar sind
TASIKO-Betonsysteme und ihre Einsatzbereiche unterscheiden sich deutlich von klassischen Verkehrsflächen. Aggressive Medien wie Säuren, Laugen, Lösungsmittel, Öle, Kraftstoffe, Schmierstoffe, Transformatorenöle oder andere prozessbedingte Chemikalien wirken direkt auf die Oberfläche und insbesondere auf die Fugen ein. Gleichzeitig müssen hohe Verkehrslasten sicher aufgenommen und in den Untergrund abgeleitet werden. Hinzu kommt, dass Außenflächen regelmäßig starken Witterungseinflüssen und Temperaturwechseln ausgesetzt sind.
Damit eine WHG-Fläche langfristig ihren Anforderungen gerecht wird, müssen die eingesetzten WHG-Fugen exakt auf das jeweilige System abgestimmt sein: chemisch beständig, rissüberbrückend, dauerhaft elastisch und absolut wasserdicht.
Genau das ist unsere Stärke – wir realisieren WHG-Fugensysteme, die selbst hochbelastete Verkehrsflächen sicher abdichten.
Projektbericht Magdeburg: WHG-Fugen auf TASIKO-Flächen
Auf unserer Baustelle in Magdeburg wurde eine WHG-konforme Fläche mit TASIKO-Betonelementen errichtet, die höchste Anforderungen an Dichtigkeit und Beständigkeit erfüllen muss. Im Vorfeld wurden sämtliche eingesetzten Medien, Belastungsarten und Umgebungsbedingungen detailliert analysiert, um das optimal geeignete Fugensystem auszuwählen.
Unser geschultes Personal führt dazu eine Reihe vorbereitender Maßnahmen durch. Für den Einbau müssen stets die Parameter eingehalten werden, die der Dichtstoff vorgibt, darunter:
Im Projekt Magdeburg konnten die erforderlichen Taupunktbedingungen zunächst nicht erreicht werden. In Abstimmung mit dem Auftraggeber wurde daher ein Arbeitszelt aufgestellt, um die Einbauparameter (Temperatur/Taupunkt) zuverlässig einzuhalten.
Parallel dazu erfolgt eine sorgfältige Planung durch den Polier bezüglich Fugendimensionen und Mischzeiten, um einen kontinuierlichen, störungsfreien Arbeitsablauf zu gewährleisten. Alle Werkzeuge – wie Kompressoren, Rührgeräte, Reinigungsgeräte und Druckbehälter – werden vor Beginn auf Funktionalität geprüft, um Ausfälle während der Arbeiten zu vermeiden.
Nach der Vorbereitung der Fugenflanken durch gründliche Reinigung und Vorbehandlung mit dem Primer SABA H17 erfolgte der Einbau des WHG-Fugensystems SABA Sealer MB mit der DIBt-Zulassung Z-74.6-150. Dieses System überzeugt durch hohe chemische Beständigkeit, dauerelastischen Eigenschaften, ausgezeichnete Rissüberbrückung und hervorragender mechanischer Belastbarkeit. Alle eingesetzten Materialien sind speziell für TASIKO-Betonelemente geprüft und erfüllen sämtliche Anforderungen nach WHG und AwSV.
Die gesamte Ausführung wurde lückenlos dokumentiert. Dazu gehört ein vollständiges WHG-Protokoll inklusive Klimadiagramm, das sowohl die technische Umsetzung als auch die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben nachvollziehbar belegt.
Rechtlicher Rahmen: WHG- & AwSV-Anforderungen für Sonderflächen
TASIKO-Betonsysteme und das Fugensystem SABA Sealer MB unterliegen den strengen Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) sowie der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV). Eingesetzt werden dürfen ausschließlich geprüfte Abdichtungssysteme mit bauaufsichtlicher Zulassung. Die Ausführung muss durch einen zertifizierten WHG-Fachbetrieb erfolgen. Hierzu zählen auch der Nachweis der Medienbeständigkeit sowie regelmäßige Betreiberkontrollen. Als geprüfter Fachbetrieb nach §62 AwSV erfüllen wir sämtliche dieser Anforderungen.
Fazit: WHG-Fugen der Firma AF Asphalt und Fugen – Bau GmbH in Verbindung mit TASIKO-Betonelementen – maximale Sicherheit am Beispiel Magdeburg
Das Magdeburger Projekt verdeutlicht eindrucksvoll, wie wichtig professionell ausgeführte WHG-Fugen auf technischen Sonderflächen sind. Sie schützen Umwelt und Grundwasser, sichern Betriebsabläufe und gewährleisten die langfristige Funktionsfähigkeit des gesamten Flächensystems.
Dank unserer Zertifizierung nach §62 AwSV und unserer langjährigen Spezialisierung in der WHG-Fugentechnik bieten wir nachhaltige, rechtssichere und absolut zuverlässige Abdichtungslösungen – selbst für hochkomplexe Flächen wie TASIKO-Systeme.